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Die kulturhistorischen Besonderheiten im Naturpark
Der Naturpark in der Weinidylle bietet dem Besucher
zahlreiche kulturhistorische Stätten
mit zum Teil überregionaler Bedeutung. Von
der tausendjährigen Ritterburg in Güssing
über den heilsamen Quellen und den historischen
Kirchen bis zu den herrschaftlichen Meierhöfen
- das Südburgenland ist ein geschichtsdurchtränkter
Raum. Immer schon ein Grenzgebiet findet man hier
das Befruchtende aus mehreren Kulturkreisen. Große
Schlachten zwischen Christen und Türken, bittere
Armut, aber auch Ideenreichtum und ein Hang zum
Pragmatismus waren prägend für die Dörfer
der Region. Das ist zu einem guten Teil bis heute
zu spüren und macht das Land zu einer Idylle,
wo die Zeit stehen geblieben scheint.
Auf einer "Entdeckungsreise"
durch den Naturpark können die Besucher diese
erkunden, einige besonders interessante seien im
Folgenden exemplarisch vorgestellt:
Kellerviertel Heiligenbrunn
Das Kellerviertel am Stifterberg und am Zeinerberg
bei Heiligenbrunn ist ein österreichweit einzigartiges
Beispiel für historische landwirtschaftliche
Bauten, die zum Teil aus der Zeit von 1750 stammen
und originalgetreu erhalten sind. Trotzdem ist das
Kellerviertel kein Museum, sondern nach wie vor
Stätte täglicher Arbeit. Von den etwa
150 Kellern steht mehr als die Hälfte unter
Denkmalschutz.
Viele enthalten noch die mächtigen,
alten Baumpressen, mit denen früher und
manchmal auch noch heute Wein gemacht wurde
und wird. Vor allem aber das die mit Stroh gedeckten
Dächer und die mit Lehm verschmierten und
gekalkten Wände der Holzblockbauten machen
die Einzigartigkeit und das Pittoreske des Ensembles
aus.
Das Schönste daran ist aber, dass sich
inmitten der einladeneden Keller vortrefflich
der berühmte Uhudler oder |
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der südburgenländische Blaufränkisch
verkosten lässt.
Das Weinmuseum Moschendorf
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Das Weinmuseum hat viel zu bieten.
Einige besonders erhaltenswerte Kellerstöckl
wurden zu Anschauungszwecken hierher versetzt
und können vom interessierten Besucher
zum Beispiel im Zuge einer Führung besichtigt
werden. Daneben sind hier aber auch drei Vinotheken
angesiedelt, in denen man Weine verkosten und
kaufen kann: die Gebietsvinothek beherbergt
die besten Weine des Südburgenlandes, die
Uhudlervinothek hat sich dem Uhudler, unserem
regionalen Aushängeschild verschrieben
und in der Vinest-Vinothek gibt es Weine aus
den kleinsten Weinbauregionen der EU, zu denen
auch das Südburgenland zählt. Alle
drei allemal einen Abstecher wert! |
Maria Weinberg
Diese beliebte Hochzeitskirche (Bild rechts) liegt
sehr malerisch oberhalb der Weinberge von Gaas,
Gemeinde Eberau. Die bekannte Marien-Wallfahrtskirche
steht am Platz einer alten römischen Siedlung
und einer mittelalterlichen Wehranlage. Die ehemalige
Schlosskapelle ist der Vorläuferbau der heutigen
Kirche. Das gotische Innere beherrbergt die einzige
"Säulenmadonna" des Burgenlandes,
die am angestammten Platz in der Kirchenmitte verblieben
ist. Beachtenswert sind auch der umgebende Friedhof
mit dem Karner und den schmiedeeisenen Kreuzen.
Das Wasserschloss Eberau und die Wehranlage
Eberau war im Mittelalter der zentrale Markt- und
Herrschaftsort des Pinkatales. Unter den herrschaftlichen
Familien der Ellerbach und vor allem der Erdödy
wurde die größte Wasserschlossanlage
Österreichs errichtet (ab etwa 1400), die heute
im Dornröschenschlaf auf einen Erweckungskuss
wartet.
| Darüber hinaus wurde, einzigartig
in dieser Dimension, um den Ort Eberau herum
eine Wehranlage aus Gräben, Dämmen
und Vorwerken gebaut, die mit Holzpallisaden
bestanden waren. Diese Vorläuferbauwerke
hin zu einer Stadtmauer (den Status einer Stadt
hat Eberau nie erreicht) waren so klug angelegt,
dass der Ort nie eingenommen werden konnte,
auch nicht in der bewegten Türkenzeit. |
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Das "burgenländische geschichte(n)haus" und
das Weinarchiv Bildein
Bildein ist ein kleines, dynamisches Dorf, dessen Hotter an drei Seiten von ungarischem Hoheitsgebiet umgeben wird. Trotzdem nennt sich Bildein das "Dorf ohne Grenzen". Und es hat sich in den letzten Jahren einiges getan. Im "burgenländischen geschichte(n)haus", einer Art Museum zur regionalen Geschichte, kann man vieles über das Leben der Burgenländer an der Grenze erfahren. Gleich gegenüber liegt im restaurierten Pfarrhof das Weinarchiv, wo die besten Weine des Südburgenlandes gesammelt werden und verkostet werden können. Vor allem durch die auffälligen architektonischen Lösungen, die Altes gekonnt mit Neuem kombinieren, wird das Ensemble interessant.
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Das
geschichte(n)haus
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Das
Weinarchiv
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Die Martinskirche von Deutsch Schützen
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Die Martinskirche steht heute malerisch etwa 800 Meter außerhalb der Ortschaft Deutsch Schützen. Im Mittelalter lag die alte Ortschaft Perwolff rund um diese Kirche, wurde dann aber aufgegeben und verlegt. Nur die alte Pfarrkirche blieb stehen und wurde sogar ausgebaut. Bis ins 18. Jahrhundert, ab dann war sie dem Verfall preisgegeben. Heute ist nur noch das ehemalige Sanktuarium erhalten, der Turm und der Rest der Kirche sind 1945 eingestürzt und wurden abgetragen. |
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Naturpark
in der Weinidylle
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